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Zu meinem persönlichen und politischen Hintergrund
1953 wurde ich in Istanbul geboren. Die Grundschule habe ich bis zum 3. Schuljahr in Istanbul besucht.
1962
bin ich mit 9 Jahren nach Deutschland gekommen; seitdem lebe ich
ununterbrochen in Deutschland. Hier habe ich meine Schullaufbahn
durchlaufen. Nach dem Abitur 1972 habe ich in Marburg/Lahn Medizin und
Psychologie studiert.
1981 trat ich direkt nach dem Ende des
Studiums in den Dienst der Stadtverwaltung Köln ein. Ich war dort bis
1997 in der Jugendhilfe tätig. In der Zeit von 1992 bis 1997 war ich
stellvertretende Leiterin der Familienberatung.
Während meiner
Tätigkeit in der Jugendhilfe in Köln wurde ich sehr stark mit Fragen
der sozialen Gerechtigkeit konfrontiert. Von 1984 bis 1987 promovierte
ich parallel zu meiner beruflichen Tätigkeit an der Universität Köln im
Fachbereich Psychologie. Ich bin verheiratet und Mutter einer
20-jährigen Tochter.
Von Februar 1997 bis September 2002 leitete
ich das dem nordrhein-westfälischen Sozialministerium unterstellte
Landeszentrum für Zuwanderung (LzZ), das auch unter meiner Leitung
aufgebaut wurde. Das LzZ ist eine bundesweit einmalige Einrichtung. Es
berät die Landesregierung zu Fragen aus dem Bereich
Migration/Integration und koordiniert die Aktivitäten zum Thema
Zuwanderung auf Landesebene. Zum Thema "Migration und Integration" habe
ich selbst eine Reihe von wissenschaftlichen Aufsätzen und
Buchbeiträgen publiziert.
1981 habe ich die deutsche
Staatsangehörigkeit angenommen, nicht zuletzt weil ich aktiv am
politischen Geschehen teilhaben wollte. Ich bin 1982 in die SPD
eingetreten.
Seit März 2001 gehöre ich dem Vorstand des
SPD-Unterbezirks Köln an. Ich stamme aus einem sozialdemokratischen
Elternhaus und wollte meiner politischen Überzeugung auch eine
politische Heimat geben. Inhaltlich habe ich mich - auch bedingt durch
meinen Beruf - stets besonders im Bereich der Sozialpolitik engagiert
dort besonders zu Migrations- und Integrationfragen. Die Motivation für
mein persönliches und berufliches Engagement habe ich aus meinen
sozialdemokratischen Grundsätzen bezogen und habe sie in praktische
Arbeit umgesetzt. Ich habe als Psychologin und Therapeutin in den
sozialen Brennpunkten Kölns gearbeitet und dort nach den Grundsätzen
der gemeindenahen Psychotherapie Menschen in ihren sozialen Bezirken
aufgesucht und beraten. Ich bin der festen Überzeugung dass die
unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten der Menschen nicht auf fehlende
Begabungen und Befähigungen zurückzuführen sind, sondern auf fehlende
Chancengleichheit. Meine beraterische und therapeutische Arbeit sollte
Menschen stärken und ihnen das Selbstbewusstsein geben, ihr Schicksal
selbst in die Hand zu nehmen und aktiv zu handeln.
Lebenslauf
1953
Geboren in Istanbul
1972
Abitur
1973
Studium der Medizin, Völkerkunde und Psychologie an der Philipps-Universität in Marburg. Abschluss: Dipl.-Psychologin
1981
Deutsche Staatsangehörigkeit
Mitarbeiterin in der Jugendhilfe und der Familienberatung der Stadt Köln, Ansatz: "Gemeindenahe Psychologie"
1992
Stv. Leiterin der Familienberatung der Stadt Köln, Einführung der
neuen Verwaltungsstrukturen im psycho-sozialen Bereich
1987
Heirat mit Ahmet Akgün
Promotion an der Universität zu Köln mit dem Thema "Zur Anwendung
von nonverbalen Intelligenztests bei türkischen Grundschulkindern" bei
Prof. Dr. Eno Beuchelt
1989
Geburt der Tochter Feride Akgün
1997
Leiterin des Landeszentrums für Zuwanderung Nordrhein-Westfalen
1997
Lehrbeauftragte an der Universität zu Köln
1998
Approbation zur psychologischen Psychotherapeutin
2001 - 2005
Mitglied des Unterbezirksvorstandes der SPD Köln
2002 - 2009
Mitglied des Deutschen Bundestages (direkt gewählt im Kölner Südwesten)
Stellvertretende Europa- und Migrationspolitische Sprecherin und Islambeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion
Oktober 2008
Veröffentlichung des Buches "Tante Semra im Leberkäseland"
Mitgliedschaften
- SPD
- Arbeiterwohlfahrt
- Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
- Verein "Kindernöte e.V."
- Förderverein "Städtepartnerschaft Köln-Istanbul"
- SC Fortuna Köln
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